Home     Forderungen     Leistungen     Mitgliedschaft     Adressen     News    

 

30 Jahrjubiläum

Seit 30 Jahren gibt es nun die MIG,
wir blicken voller Stolz zurück.
Am Anfang gab’s oft Turbulenzen,
bis wir uns hatten etabliert,
wir zeigten den Verwaltern ihre Grenzen,
sodaß so mancher den Prozeß verliert.

Wenn Mitglieder dann kriegen Geld zurück,
weil zuviel Miete sie bezahlten,
denn freu’n sie sich und strahl’n vor Glück,
wenn sie es refundiert erhalten.

Nicht nur das Geld ist immer wichtig,
auch der Erhalt der Wohnung sicherlich,
wir setzten uns auch dafür ein
und lassen uns’re Mitglieder nicht im Stich.

Ein Appell noch an alle lieben Freunde,
die halten treu zu uns’rer MIG,
bleibt weiterhin uns stets erhalten,
damit’s die MIG auch noch in 50 Jahren gibt.

-INFO

Mitbewohner Hund

Gerade zur Weihnachtszeit werden neben anderen Tieren oft auch Hunde geschenkt. Aber bedenken Sie, dass Hunde Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen sind, die artgerecht gehalten werden sollen und zu deren Haltung gesetzliche Bestimmungen zu beachten sind. Also schenken Sie keine Hunde oder andere Tiere, auch wenn sie noch so süß ausschauen, wenn deren artgerechte Haltung nicht garantiert werden kann.
Bezüglich Hunden sollte zunächst geklärt werden, ob Hund und Lebensumstände des Hundehalters überhaupt zusammenpassen. Danach sind die rechtlichen Umstände abzuklären.
Ist Hundehaltung von Vermieterseite erlaubt?
Grundsätzlich ist die Haltung von üblichen Haustieren (Hund, Katze, Hamster, Goldfisch u.ä.) erlaubt, auch wenn im Mietvertrag die Tierhaltung verboten ist. Problematisch wird es dann, wenn durch die Tierhaltung der Kündigungsgrund des unleidlichen Verhaltens verwirklicht wird. Wenn also der Hund zum Beispiel im Stiegenhaus seine Notdurft verrichtet, im Haus oder in der zum Haus gehörigen Außenanlage Personen angreift, stundenlang bellt, weil er alleine in der Wohnung zurückgelassen wird, kann dies zum Verlust der Wohnung führen, wenn die Vorfälle nicht nur einmalig sind.
Auch außerhalb des Wohnhauses sind Vorschriften einzuhalten, um ein reibungsloses miteinander zwischen Hund und Mensch zu gewährleisten.
Greift ein Hund Menschen an oder beschädigt er Gegenstände kommen die schadenersatzrechtlichen Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) und die Bestimmungen des Strafgesetzbuches zur Anwendung. Strafrechtlich zu verantworten hat sich ein Hundehalter, wenn er bewusst seinen Hund auf Menschen hetzt oder nicht für eine gehörige Beaufsichtigung des Hundes sorgt, sodass Menschen oder Gegenstände verletzt bzw. beschädigt werden. Je nach Verletzungs- und Verschuldensgrad können u.a. die Delikte der fahrlässigen oder vorsätzlichen Körperverletzung, der Körperverletzung mit Todesfolgen oder auch Sachbeschädigung verwirklicht sein. Folgen sind neben der Schadenersatzpflicht nach ABGB die strafrechtliche Verurteilung zu Geld- oder Freiheitsstrafen. Gemäß bürgerlichem Recht (ABGB) sind bei schuldhaftem Verhalten sämtliche durch den Hund verursachte Schäden zu ersetzen.
Überdies haben alle Bundesländer Gesetze zur Tierhaltung erlassen. Da die Berücksichtigung der Gesetze aller neun Bundesländer den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, werden im Folgenden nur die wichtigsten landesgesetzlichen Bestimmungen von Wien angeführt.
Das Wiener Tierhaltegesetz (LGBl. 39/1987) wurde zuletzt im November 2018 mit Wirkung ab 2019 geändert. Neu ist die verpflichtende Beißkorb- und Leinenpflicht für Listenhunde. Die Prüfungen für den Hundeführschein werden strenger. Es gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Auch Besitzer von Nichtlistenhunden müssen künftig einen Sachkundenachweis vorlegen, also einen Kurs belegen, in dem ihnen grundlegendes Wissen über Umgang und Haltung von Hunden vermittelt wird.
Abgesehen von diesen Verschärfungen galt und gilt nach wie vor, dass auch Nichtlistenhunde an öffentlichen Orten mit Beißkorb oder Leine versehen sein müssen.
Beißkorbpflicht für alle Hunde besteht an öffentlichen Orten, an denen üblicherweise größere Menschansammlungen stattfinden (Gasthäuser, öffentliche Verkehrsmittel, Geschäftslokale, öffentliche Veranstaltungen). Ausgenommen vom Maulkorb- und Leinenzwang sind Rettungs- Therapie-, Assistenz- und Diensthunde. Ausgenommen sind auch Jagdhunde, wenn sie zu Jagdzwecken in einem Jagdgebiet eingesetzt werden.
Hunde dürfen sich jedenfalls nicht auf Kinderspielplätzen oder in Sandkisten aufhalten. Für die Einhaltung dieser Bestimmungen hat der Verwahrer (das ist die Person, die die unmittelbare Herrschaft über das Tier ausübt) des Hundes zu sorgen. Wird die Verwahrung einer strafunmündigen Person anvertraut, haftet der Halter des Tieres (das ist die Person, die in eigenem Namen bestimmt, wie ein Tier zu betreuen und zu beaufsichtigen ist).
Achtung: Für im Bundesland Wien gehaltene Hunde ist eine Haftpflichtversicherung über eine Summe von mindestens € 725.000,00 zur Deckung der durch den Hund verursachten  Personen- oder Sachschäden abzuschließen und aufrechtzuerhalten.
Die Stadt kann allerdings auch Hundezonen oder Hundeauslaufplätze bestimmen, auf denen die Hunde frei auslaufen können.
Wer immer mit seinem Hund Gassi geht, sollte sich auch des Wiener Reinhaltegesetzes (LGBl. 47/2007) bewusst sein. § 2 bestimmt, dass die Verunreinigung von Straßen mit öffentlichem Verkehr sowie von öffentlich zugänglichen Grünanlagen verboten ist. Bei Zuwiderhandeln sind Strafen von € 50,00 bis € 1.000,00 vorgesehen.
 

Novelle der Wiener Bauordnung 2018

Nachlese: Kahlschlag in der Vorstadt

Im letzten MIG-Info haben wir über die vorgezogene Novelle der Wiener Bauordnung berichtet, deren Ziel es war, den Abriß von Althäusern hintanzuhalten. Damals waren an die 80 Altbauten vom Abbruch bedroht und wurden die Baustellen von der Baupolizei gestoppt.
Mittlerweile hat die MA 19, die laut Novelle das öffentliche Interesse am Erhalt der Gebäude   prüfen soll, letztlich 28 Häuser als nicht erhaltenswert für den weiteren Abriß freigegeben. 22 Fälle gingen laut Kronenzeitung zum Gericht. Davon wurden bisher nur 5 als schutzwürdig erachtet.
Somit hat sich die Novelle als zahnloses Instrument herausgestellt. Weitere Gründerzeithäuser wie etwa das ehemalige Hotel Thalia und angrenzende Häuser, wo früher auch das bekannte Thalia-Möbel-Geschäft war, liegen bereits in Schutt und Asche (siehe Bild). Auch in Meidlung an der Breitenfurterstraße wurde gleich eine ganze Häuserzeile an teils bäuerlichem Altbestand geschliffen.
Somit werden weitere Mieterschutzwohnungen der Spekulation überlassen und die Gründerzeitviertel immer mehr ausgedünnt.